Räuchern für Einsteiger – So setzt du Räucherwerk richtig ein

23.10.2019 12:45

Buddha und Räucherstäbchen

Räuchern wird derzeit in der westlichen Welt immer mehr zum Trend. Hast du bei Instagram oder YouTube auch schon jemanden dabei beobachten können, die Ecken des Hauses mit einem Bündel Salbei auszuräuchern? Viele Menschen, kennen den Ursprung und die Wirkung des Ganzen gar nicht und ahmen einfach nur nach, was sie irgendwo aufgeschnappt haben. Wir möchten dir deshalb heute die Grundlagen erklären.

Spürst du es auch? In fast jedem Zuhause stauen sich mit der Zeit negative Energien. Du hattest einen schlechten Tag oder die Luft bei dir zu Hause kam dir wie zum Schneiden vor? Schlechte Energien können uns körperlich beeinträchtigen, besonders dann, wenn wir sie nicht loswerden. Die Lösung heißt Räuchern. Nutze Räucherwaren wie Räucherstäbchen und Räucherkräuter, um alten Energien oder eine unangenehmen Atmosphäre zu neutralisieren. Im Gegensatz zum klassischen Aufräumen, arbeitet das Räuchern im metaphysischen Bereich und du säuberst deinen Wohnraum auf allen Eben, auch der feinstofflichen. Dein Heim ist deine persönliche Wohlfühloase. Mache es richtig und befreie dich und deine Wohlfühlräume von allen negativen Einflüssen, die sich bisher angesammelt haben.  

Der Ursprung vom Räuchern

Räuchern ist ein Teil etlicher Kulturkreise und überall auf der Welt zu entdecken. Die Gründe sind dabei vielfältig und variabel. Im europäischen Raum hatte das Räuchern vor allem gesundheitliche Gründe. Ein Blick in die europäische Geschichte offenbart, dass die Menschen immer wieder von gefährlichen Krankheiten geplagt wurden. Die Pest, Cholera, Polio und viele andere Erkrankungen haben unzählige Opfer gefordert. Bevor die moderne Medizin mit Impfungen und Mitteln für Abhilfe sorgte, wurde deshalb Rauch zur Desinfektion von Räumen eingesetzt. Nachdem ein Mensch verstorben war, sollte auf diese Weise sichergestellt werden, dass keine ansteckenden Krankheitserreger zurück blieben. Diese Entkeimung der Luft fand dabei aber nicht nur körperlich, sondern zudem spirituell statt. Die Räucher-Praxis hat sich aber auch in vielen unterschiedlichen Religionen etabliert.

Räuchern im Buddhismus

Der Gebrauch von Räucherwerk lässt sich bis hin zu den Schriften zu Lebzeiten des Buddha zurückverfolgen. Neben Blumen, Nahrung, Wasser und Kleidung zählte Räucherwerk zu beliebten Gaben und Geschenken als Zeichen des Respekts.

Räucherwerk an einen Altar zu bringen ist ein universelles buddhistisches Ritual. Dem Rauch wird nachgesagt, dass er den Raum reinigt. Ganz gleich, ob es sich um die eigenen vier Wände oder spezielle Orte zur Meditation handelt. Mit dem Räuchern lässt sich eine ruhige und entspannte Stimmung erzeugen. Der Symbolismus ist häufig umstritten und lässt sich heute nicht mehr vollständig klären. Trotzdem greifen immer noch viele praktizierende Buddhisten auf Räucherstäbchen und Co. zurück, um beim Chanten und der Meditation etwas zu haben, worauf sie sich konzentrieren können. Gleichzeitig wird damit der Platz für die Übungen gereinigt.

Räuchern im Christentum

Gerade in der katholischen Kirche ist Räuchern als Brauch tief verankert. Besonders bekannt ist die Tradition der Haussegnung. Bei Umzügen oder dem Einzug in einen Neubau werden alle Räumlichkeiten zunächst gesegnet, damit böse Geister und schlechte Energien daraus vertrieben werden können. So soll außerdem der Schutz Gottes durchgeführt werden. Meist wird dieser Brauch durch einen Priester oder Diakon ausgeführt. Es wird ein Vater Unser gesprochen und die Räume werden mit Weihwasser besprengt. Aber auch die Haussegnung durch Laien oder nicht geweihte Personen ist überliefert, gerade wenn kein Geistlicher zur Verfügung steht. Zum Räuchern wird dabei häufig Weihrauch genutzt, aber auch andere Räucherstoffe werden verwendet. Am 6. Januar wird im Christentum traditionell der Dreikönigstag gefeiert. Hier war es lange Brauch, Hauseingänge mit Weihrauch zu räuchern und dann mit Kreide die Initialen der drei heiligen Könige C (Caspar) + M (Melchior) + B (Balthasar) auf die Tür zu schreiben. Anderen Interpretationen zufolge steht C + M + B für den lateinischen Aufruf Christus mansionem benedicat, was sich mit Christus segne dieses Haus übersetzen lässt.

Gründe zum Räuchern

  • Einzug
  • Umzug
  • Neubau
  • Renovierungsarbeiten
  • Frühjahrsputz
  • Schicksalsschlag
  • Todesfall
  • Trennung
  • Krankheit
  • Rückkehr von beengten Orten
  • Streit
  • Besuch
  • Etc.

Räucherschale

Dein Zubehör zum Räuchern

Für ein vollständiges Räucherritual benötigst du einiges an Zubehör. Am wichtigsten ist natürlich das Räucherwerk selbst.

  • Räucherwerk deiner Wahl
  • Specksteinschale
  • Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Sand
  • Kohlestückchen

Verschiedene Arten von Räucherwerk

Am bekanntesten sind hierzulande Räucherstäbchen. Düfte wie Ambrosia, weißer Salbei oder Palo Santo sind nicht nur bekannt, sondern auch beliebt. Ebenso werden zusammengerollte Knäuel aus trockenen Kräutern und Aromen wie weißer Salbei immer wieder eingesetzt. Außerdem wird häufig loses Räucherwerk angewandt, das einfach auf ein Stück heiße Kohle gestreut und damit verbrannt werden kann. Reine Harze zum Räuchern beinhalten unterschiedliches Räucherwerk, welches sich für verschiedene Vorhaben und Rituale eignet. Überlege dir am besten vor dem Einkauf, wie du Räuchern möchtest und kaufe dir dann die passenden Artikel.

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Die Wohnung ausräuchern – Ritual für die Hausreinigung

Tausende von Jahre schon räuchern Menschen die Wohnräume. Dieses Ritual ist ein fester Bestandteil der menschlichen Kultur. Das Haus wird dabei auf allen Ebenen von Schmutz und Ablagerungen befreit, sodass auf seelischer Ebene endlich wieder Einklang und Harmonie herrscht.

Räucherstäbchen                      tarot & sage                       

Diese Wirkung wird dem Räucher-Ritual nachgesagt

  • Sorgt für eine angenehme Atmosphäre
  • Vertreibt Spuk und Geister
  • Entfernt Elektrosmog
  • Lässt schlechte Energien abfließen
  • Schreckt negative Präsenzen ab

Anleitung für dein Reinigungs-Ritual

Schritt 1: Du benötigst ein Räuchergefäß. Benutze dafür unbedingt nur feuerfeste und geeignete Objekte. Fülle den Boden mit Sand oder besser noch mit speziellem Räuchersand.

Schritt 2: Lege dir ein Stück Räucherkohle bereit. Dies solltest du mit einer Kohlenzange greifen und vorsichtig anzünden. Platziere es dann auf dem Sand und warte, bis die Kohle ausreichend durchgeglüht ist und einheitlich orange aufleuchtet.

Schritt 3: Mit einem Löffel kannst du nun vorsichtig die Räuchermischung oder einzelne Räucherstoffe auf die Kohle streuen. Du brauchst auch nicht zu sparsam zu sein. Für die Reinigung in deinem Zuhause wird ordentlich Rauch benötigt. Im Zweifelsfall kannst du später aber immer noch mehr der Mischung dazu nehmen.

Schritt 4: Um negative Energien zu vertreiben, solltest du die Türen und Fenster während des Rituals weit öffnen. So kann alles Ungewünschte ungehindert nach draußen abziehen. Stelle außerdem vorsichtshalber schon einmal deine Feuermelder aus, sodass es nicht zum fehlerhaften Alarm kommt.

Schritt 5: Ist alles vorbereitet, startet nun dein Reinigungs-Ritual. Bewege dich mit deiner Räuchermischung (vorsichtig!) durch alle Zimmer und Räumlichkeiten und räuchere gründlich alles aus. Energien stauen sich besonders in den Zimmerecken, weshalb du alle vier Ecken jedes Raumes gründlich bis in den kleinsten Winkel ausräuchern solltest.

Schritt 6: Im Anschluss an den Räuchervorgang kannst du alle Türen und Fenster wieder schließen. Der Rauch sollte für einige Stunden in den Räumen verbleiben, bevor du ein weiteres Mal gründlich lüftest und damit auch die letzten bösen Energien abfließen lässt.

Schritt 7: Bevor du die Kohle und die Reste des Räucherwerks entsorgst, muss alles gelöscht werden. Lösche dies also einmal vorsichtig mit Wasser, bevor du es wegwirfst, um nicht versehentlich ein Feuer zu verursachen.

Sprüche und Segnungen für das Räucher-Ritual

Wir haben dir zuletzt noch einige mögliche Segenssprüche für das Räuchern zusammengetragen. Am besten liest du dir den Spruch deiner Wahl ein paar Mal durch, bis du diesen verinnerlicht hast und frei aufsagen kannst. Natürlich kannst du jeden von ihnen frei abändern und an deine individuelle Situation anpassen.

„Ich säubere meinen Blick, sodass ich die Wahrheit erkennen kann, die mich umgibt. Ich erlaube meinen Augen, all die Schönheit dieser Erde zu erkennen. Ich erschaffe um mich herum nur Liebe.“

„Ich säubere mein Herz, sodass es sich mit Mitgefühl und Dankbarkeit füllen kann. Möge es stets wahrhaftig sein und mögen Reinheit, Balance und Freude in mir wachsen.“

„Rauch in der Luft und Feuer der Erde, bitte reinigt und segnet dieses Haus. Befreit es von alter Angst und hinterlasst nichts als Gutes hier.“

„In diesen Rauch übertrage ich all die Energien, die mir nicht länger dienlich sind, alle Negativität und alle Ängste, die mich zurückhalten. So sei es.“

„Reinige dieses Zuhause, löse seine Vergangenheit. Ich habe mein Glück gefunden. Fülle dieses Zuhause mit Liebe und Freude und bringe Segen.“

Sicherheitswarnung

So sehr, wie wir das Räuchern nur jedem ans Herz legen möchten, so wichtig sind doch immer auch die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Beim Räuchern herrscht immer ein gewisses Risiko, da hier mit Kerzen oder mit glühenden Kohlen hantiert wird. Lass deine Räucherware niemals unbeaufsichtigt, nachdem du diese angezündet hast. Achte außerdem darauf, dass keine kleineren Kinder oder Haustiere in der Nähe sind, die versehentlich dagegen stoßen oder sich verletzen könnten. Studien haben erwiesen, dass das Einatmen von Rauch unerwünschte Folgen haben kann. Achte deshalb darauf, dass du nicht übermäßig viel einatmest. Zwar ist der erzeugte Rauch weniger gefährlich als zum Beispiel Zigarettenrauch, es besteht aber immer ein Restrisiko. Nutze Räucherwerk nicht ständig, sondern lass es etwas besonders sein.

Wenn du besonders empfindlich auf Rauch reagierst und der Geruch zum Beispiel eine allergische Reaktion oder Reizungen bei dir verursacht, müssen die Räucherwaren nicht zwangsläufig angezündet werden. Du kannst kleine Mengen auf deinem Altar in Schalen als Opfergabe bereitlegen und dich damit direkt an den Buddha oder Götter deiner Wahl widmen. Mit der Zeit kannst du das so verwendete Räucherwerk dann entsorgen oder auch weiterverschenken. Verwende Räucherware solltest du immer nur auf feuerfesten Unterlagen entzünden und Kohle oder verbliebene Räucherware im Anschluss gut ablöschen, bevor du diese entsorgst.

Hast du jetzt auch Lust auf Räuchern bekommen? Gar kein Problem! Bei uns im Shop findest du Räucherware zum günstigen Preis. Und falls du noch Fragen hast, wende dich gern an unseren Support und gemeinsam finden wir das passende Produkt für dich.

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